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Einschätzung oraler Restriktionen ab 2 Jahren/Erwachsene
Einschätzung oraler Restriktionen ab 2 Jahren/Erwachsene
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Orale Restriktionen (z. B. eingeschränkte Beweglichkeit von Zunge, Lippen oder Wangen) können sich über viele Jahre hinweg unterschiedlich äußern. Nicht immer sind sie auf den ersten Blick erkennbar – häufig zeigen sich Hinweise im Schlaf, beim Essen, beim Sprechen oder in der Zahn- und Kieferentwicklung.
Meine Einschätzung richtet sich an Kinder ab etwa zwei Jahren sowie an Jugendliche und Erwachsene und betrachtet den Menschen ganzheitlich.
Mögliche Hinweise bei Kindern ab ca. 2 Jahren
Bereits im Säuglingsalter können erste Auffälligkeiten bestanden haben, die später weiterhin eine Rolle spielen. Hinweise können unter anderem sein:
- Stillprobleme im Säuglingsalter
- Stark wählerisches Essverhalten
- Vermeidung bestimmter Konsistenzen (z. B. nur weiche oder nur feste Nahrung)
- Schwierigkeiten beim Kauen oder Schlucken
- Geringe oder stagnierende Gewichtszunahme
- Schnarchen oder unruhiger Schlaf
- Schlafen mit offenem Mund
- Nächtliches Schwitzen
- Nächtliches Zähneknirschen
- Bettnässen
- Häufiges Kranksein oder wiederkehrende Infekte
- Vergrößerte oder entfernte Rachenmandeln
- Chronische Mittelohrentzündungen
- Paukenröhrchen-Operationen
- Nach innen rotierte untere Schneidezähne
- eng stehende oder fehlgestellte Zähne
Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Auch andere Auffälligkeiten können Hinweise auf orale Restriktionen sein.
Mögliche Hinweise bei Jugendlichen & Erwachsenen
Auch im späteren Leben können orale Restriktionen weiterhin Auswirkungen haben – oft in Bereichen, die lange nicht damit in Verbindung gebracht wurden:
-
Logopädische Behandlung im Kindesalter oder später,
z. B. weil bestimmte Laut- oder Buchstabenkombinationen nicht funktioniert haben - Schnarchen oder schlafbezogene Atemprobleme
- Häufiges nächtliches Aufwachen, z. B. durch Harndrang
- Mundatmung, besonders nachts
- Nächtliches Zähneknirschen oder Kieferpressen
- Schmaler Kiefer
- Schmales Gesicht
- Zahnfehlstellungen oder Rückfälle nach kieferorthopädischer Behandlung
- Zahnspange
- Verspannungen im Kiefer-, Nacken- oder Schulterbereich
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Ermüdung beim Sprechen oder Kauen
-
Auffälligkeiten der Zunge, z. B.:
- Einkerbungen / Riffelungen an den Zungenrändern durch das Pressen der Zunge an den Zähnen
- Mittelspalte der Zunge
- Zunge presst beim Schlucken gegen oder zwischen die Zähne
👉 Auch diese Liste ist nicht abschließend.
Ich stelle keine Diagnosen, sondern Äußere lediglich ein Verdacht und verweise an einen Spezialisten weiter. Interdisziplinäre Arbeit ist mir wichtig.
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